Schweden2021

Anreise

Endlich Urlaub! Unsere Akkus waren leer und die Vorfreude gro├č – es ging nach Schweden und das auch noch mit einem recht komfortablen Wohnmobil. Steffen hat das WoMo am Samstag geholt und nach einer kurzen Besichtigung (und “Abnahme” meinerseits) ging es ans Einpacken. Dank umfangreicher Checkliste und vieler Tipps unserer WoMo-erfahrenen Freunde ging der Einzug in die mobile Ferienwohnung ganz flott. Am Sonntag fr├╝h 6:30 Uhr rollte unser WoMo aus der Matthiasstra├če Richtung Rostock zum F├Ąhrhafen. Dort legte 11:30 Uhr unsere F├Ąhre ab (Stena Line – das steht f├╝r uns ab jetzt f├╝r das schlechteste Essen ever!!) und 6 Stunden sp├Ąter kamen wir in Trelleborg an. Unser erstes Ziel war ein kleiner Campingplatz ein paar Kilometer hinter Malm├ direkt an der K├╝ste. Die Saison in Schweden war bereits vorbei. Deshalb waren nur wenige Camper unterwegs und der Platz sch├Ân leer. Den ersten Abend haben wir noch zum Einrichten und Ausprobieren genutzt. Am zweiten Tag haben wir dann die R├Ąder aus der Garage (JA! Das WoMo hatte eine Garage!) geholt und haben eine kleine Tour in die Umgebung gemacht: ├╝ber Lund nach Malm├ zur ├ľresundbr├╝cke und wieder zur├╝ck. Unser erster Eindruck von Schweden – sehr viel Platz, sehr wenig Verkehr, sehr freundliche Leute. Gef├Ąllt uns! ­čĹŹ Nach einer weiteren ├ťbernachtung haben wir unser WoMo wieder in Bewegung gebracht und sind Richtung G├Âteborg entlang der K├╝ste gefahren. Au├čerhalb von G├Âteborg haben wir einen netten Campingplatz gefunden, das WoMo geparkt, die R├Ąder startklar gemacht und sind nach G├Âteborg geradelt. Vom Campingplatz f├╝hrte quasi ein Fahrrad-Highway direkt in die Stadt. G├Âteborg ist sehr sch├Ân und entspannt. Wir waren uns einig, dass diese Stadt durchaus eine weitere Reise wert ist. Nach einem gem├╝tlichen Fr├╝hst├╝ck (in der Sonne vor unserem WoMo) ging die Reise weiter. Das Ziel war nun schon Motala. Dort w├╝rde am Wochenende das “V├Ątternrundan” stattfinden – der eigentliche Grund unserer Schwedenreise…. 

V├Ątternrundan

Nach einer sehr gem├╝tlichen Fahrt ├╝ber Land sind wir am Mittwoch Abend auf dem Campingplatz in Motala angekommen. Hier war nun schon einiges mehr los … Der Platz war gut gebucht und – f├╝r mich wenig ├╝berraschend – haupts├Ąchlich von M├Ąnnergruppen bev├Âlkert, die nat├╝rlich alle gemeinsam die volle Distanz des V├Ątternrundan (315 km) fahren wollten. Da wir alle aus demselben Grund in Motala waren, entstand schnell eine gemeinschaftliche Atmosph├Ąre. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht, Tipps gegeben und alle waren in Vorfreude auf das gro├če Ereignis. Lediglich drei Gallier … ├Ąh … Berliner hatten kein Fahrrad dabei, sondern nur sehr gro├če Rucks├Ącke. Die Drei waren auf Wandertour durch Schweden Richtung Nordkap. Ralf wurde mir am n├Ąchsten Tag bei Komoot vorgeschlagen (Hallo Siri!!) und so konnten wir den Abenteuern der Jungs folgen. 

Aber zur├╝ck zu unserem “Projekt” … wir haben am Donnerstag die R├Ąder ausgepackt und sozusagen zur Akklimatisierung die Gegend rund um Motala erkundet. Leider ist die Streckenplanung mit Komoot in Schweden eine Herausforderung. Die erste H├Ąlfte der Strecke f├╝hrte durch sehr sch├Âne Natur auf Schotter- und Waldwegen. Daf├╝r sind die Rennr├Ąder leider nur bedingt geeignet. Zum Gl├╝ck sind wir ohne Panne durchgekommen… Sp├Ąter fanden wir es totaaal lustig, dass da ein Panzer am Stra├čenrand stand – aber der war ernst gemeint: Unsere Strecke ging direkt in milit├Ąrisches Sperrgebiet. ­čś│ Also wurde abgek├╝rzt und wir hatten noch genug Zeit unsere Startnummern abzuholen und schon ein bisschen Stimmung einzufangen beim Start des Mountainbike-Rennens. Am Freitag haben wir au├čer einem Strandspaziergang am V├Ątternsee rein gar nichts gemacht. Steffen ist fr├╝h ins Bett, denn seine Startzeit war 4:28 Uhr!!! Das V├Ątternrundan findet eigentlich immer um Mittsommer herum statt – da ist es um diese Uhrzeit immer noch hell. Nun ja. Im September ist es dunkel. Und kalt. Steffen hatte trotzdem gro├čen Spa├č. Er hat recht schnell ein gute Gruppe gefunden, in die er sich einreihen (bzw. die er f├╝hren) konnte. Ich habe seine Tour auf dem Live-Track verfolgen k├Ânnen und war rechtzeitig am Ziel, um seine Ankunft live zu erleben. Steffen hat seit drei Jahren V├Ątternrundan auf seiner bucket list gehabt und nun hat er es mit Bravour gemeistert! Ich hab mich sooo f├╝r ihn gefreut und war mega-stolz! ­čśŐ Und am n├Ąchsten Tag war ich dran… Ich bin das Halvv├Ąttern (150 km) gefahren, weil wir ja nun mal da waren. Mein Startzeit war 10:25 Uhr – also sehr entspannt. Und so blieb es auch. Ich hatte mich gut vorbereitet und mir die Strecke angesehen. Leider hab ich keine Gruppe gefunden (beim Halvv├Ąttern starten wesentlich weniger Radler als auf der vollen Distanz), aber ich bin auch alleine sehr gut klar gekommen. Das Wetter passte, der Wind kam aus der richtigen Richtung und so war ich schneller am Ziel als gedacht. Dort wurde ich nat├╝rlich von Steffen erwartet…. Abends wurde die eigens f├╝r diesen Anlass mitgebrachte Flasche Champagner gek├Âpft und Streckenerlebnisse zum Besten gegeben. Am Montag habe ich mich erholt und Steffen ist noch eine Radrunde gefahren. Der Campingplatz hat sich mehr und mehr geleert und am Dienstag waren wir die letzen Camper, die vom Platz gerollt sind. Bis zum n├Ąchsten V├Ątternrundan …

Post-V├Ątternrundan

Nach V├Ątternrundan hatten wir immer noch eine Woche Urlaub in Schweden … herrlich! Daf├╝r hatten wir ├╝berhaupt noch nichts geplant. Von unserem Nachbarn auf dem Campingplatz, der erfahrener Schweden-Urlauber war, bekamen wir den Tipp, den Tiveden-Nationalpark zu besuchen. Klang gut – also gemacht. Gut eine Stunde Fahrt von Motala entfernt haben wir am Undensee einen sehr h├╝bschen (und auch sp├Ąrlich besuchten) Campingplatz gefunden und direkt f├╝r 2 N├Ąchte gebucht. Mit den R├Ądern haben wir dann gleich eine Runde gedreht und wieder festgestellt: Hier ist viel Platz und wenig los! Perfekt zum Radfahren. ­čśë  Allerdings gibt es auch wenig bzw. keine Caf├ęs, Kneipen, Restaurants … Also immer an Proviant denken!!

Dann ging die Reise weiter Richtung Stockholm … leider wurde das Wetter etwas unbest├Ąndiger und wesentlich k├╝hler und eigentlich hatten wir auch gar keine Lust auf “Stadt”. Also wurde Stockholm gestrichen und auf sp├Ąter irgendwann mal verschoben. Nach einer ├ťbernachtung an irgendeinem See (Vorteil: WoMo!!) haben wir noch Schlo├č Gripsholm besucht und damit auch den Kulturteil abgehakt. Dann sind wir Richtung S├╝den gerollt und tats├Ąchlich war in V├Ąstervik das Wetter besser. Ein Campingplatz direkt an der Ostsee war schnell gefunden und f├╝r zwei N├Ąchte gebucht. In den Aufenthalt fiel auch der Sonntag, an dem die Rapha Womens100 stattfanden, die ich unbedingt fahren wollte. Als Ziel f├╝r die Tour war schnell Vimmerby, die Heimatstadt von Astrid Lindgren, festgelegt. Leider hat uns auch hier wieder Komoot einen Streich gespielt: Als wir (im Regen) auf der Autobahnauffahrt standen, war klar, dass wir irgendwie “frei Schnauze” fahren m├╝ssen. Die Strecke war wundersch├Ân – wieder sehr viel Platz und sehr wenig Verkehr – allerdings auch sehr viel l├Ąnger als geplant… statt der geplanten 120 km standen am Ende 160 km auf der Uhr. Tja. Haben wir bzw. ich auch irgendwie geschafft …

Nach zwei weiteren ├ťbernachtungen an der Ostseek├╝ste sind wir am Mittwoch sehr fr├╝h wieder in Trelleborg auf die F├Ąhre gefahren und Richtung Rostock geschippert … Damit sind f├╝r uns 2,5 wunderbare, erlebnisreiche Urlaubswochen zu Ende gegangen, die sich viel l├Ąnger angef├╝hlt haben. Wohnmobil-Urlaub machen wir auf jeden Fall wieder. Das war sehr entspannt und gem├╝tlich.

Text: Christiane Photos: Steffen /sportograf.com 

for english use deepl.com ­čśë

 

Oesterreich 2020

Wenn alle anderen aus dem Urlaub zur├╝ck und schon wieder leicht genervt von der Arbeit sind, steht unser “Familienurlaub” an. Und wie jedes Jahr zieht es uns in die Berge. F├╝r dieses Jahr hatten wir wieder eine H├╝ttentour geplant. Allerdings war uns das in “Corona-Zeiten” etwas unsicher bzw. mit zu vielen Einschr├Ąnkungen verbunden. Also haben wir uns f├╝r eine Woche ein Appartement in Krimml gebucht. Krimml ist bekannt f├╝r die h├Âchsten Wasserf├Ąlle ├ľsterreichs, von denen wir jedoch vorher noch nie geh├Ârt hatten … ­čśë Neben den Wasserf├Ąllen ist Krimml aber auch ein guter Ausgangspunkt f├╝r Tagestouren zu vielen wundersch├Ân gelegenen H├╝tten. Das Wetter hat sich wieder von seiner besten Seite gezeigt und so waren wir jeden Tag unterwegs! Neben einer Rundwanderung um den Stausee Durla├čboden waren wir auf der Zittauer H├╝tte, der Richterh├╝tte (sch├Âner gemeinsamer Wandertag mit Philipp und Franzi – da MUSSTE es die Richterh├╝tte sein!!) und der Warnsdorfer H├╝tte. F├╝r den Aufstieg zur Warnsdorfer H├╝tte und weiter zum Gamsspitzl haben wir das erste Mal die Kombination Bike & Hike probiert. Ein Wirt hat uns den Tipp gegeben, doch mit dem E-Bike bis zum Zustieg zu fahren – dann schafft man auch den Gipfel. Gesagt und getan! Und was soll ich sagen: Ein Riiiiiesen-Spa├č! ­čÖé F├╝r den letzten Tag der Woche habe ich mir eine “Wanderpause” gew├╝nscht, um meinen Waden ein bisschen Erholung zu g├Ânnen. Daf├╝r sind wir zum Flanieren nach Zell am See gefahren, was glamour├Âser klingt als es war. Damit Steffen auch noch auf seine Kosten kommt, wurde die Gro├čglockner Hochalpenstra├če mit dem Cabrio bezwungen (zum Gl├╝ck hatte ich zum Mittag nur leichte Kost :s ) Oben angekommen konnte ich zum allerersten Mal den Gro├čglockner sehen. Was f├╝r ein sch├Âner Berg!

Nach einer Woche gab es f├╝r uns einen Ortswechsel: Wir haben das tolle Hotel Post in Krimml verlassen und haben im Hotel Alte Post in Gro├čarl eingecheckt (die ├ľsterreicher scheinen ein sehr schreibfreudiges Volk gewesen zu sein …. jedes zweite Hotel hei├čt irgendwas mit “Post”). Die zweite Urlaubswoche haben wir mit Konny und Andi verbracht, nachdem die Kreuzfahrt, die sich Konny gew├╝nscht hatte, auch wg. Corona vorerst verschoben werden musste. Das Gro├čarltal wird auch das Tal der Almen genannt und das haben wir bei weiter sch├Ânstem Wetter ├╝berpr├╝ft. Aualm, Bichlalm, Filzmoosalm, Weisalm, Loosb├╝helalm, … wurden getestet.  Steffen hat sich im Laufe der Woche noch einige Extratouren “geg├Ânnt”, da ihn unsere Senioren-Wandergruppe zu wenig gefordert hat. So hat er z.B. von einer Alm-Wanderung einen Abstecher zum Draugstein gemacht und an einem anderen Tag hat er drei Almen noch mal mit dem Mountainbike (ohne “E” und damit schon fast ein Exot in der Gegend) besucht. Nun ja …

Wir hatten wieder einen wundersch├Ânen Urlaub in herrlicher Natur! Ich hab ca. 56 Fliegenpilzbilder auf meinem Telefon, die alle aussehen wie aus einem Kinderbilderbuch und Steffen hat sich mit einigen K├╝hen angefreundet und m├Âchte jetzt auch eine haben. ­čśë Wir freuen uns jetzt schon auf den n├Ąchsten Urlaub in den Bergen, denn dann machen wir auf jeden Fall wieder eine H├╝ttentour!!!

Bilder: Steffen / Text: Christiane

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

When everyone else is back from vacation and already slightly annoyed by work, our “family vacation” is coming up. And like every year we are drawn to the mountains. For this year we had planned a hut tour again. However, in “Corona times” this was a bit uncertain for us or it was associated with too many restrictions. So we booked an apartment in Krimml for one week. Krimml is known for the highest waterfalls in Austria, but we had never heard of them before … ­čśë Besides the waterfalls, Krimml is also a good starting point for day trips to many beautifully located huts. The weather was at its best again and so we were on the road every day! Besides a round trip around the Durla├čboden reservoir, we went to the Zittauer H├╝tte, the Richterh├╝tte (nice day’s hiking with Philipp and Franzi – it MUST have been the Richterh├╝tte!!) and the Warnsdorfer H├╝tte. For the ascent to the Warnsdorfer H├╝tte and further to the Gamsspitzl we tried the combination Bike & Hike for the first time. An innkeeper gave us the tip to ride with the E-Bike to the ascent – then you can also reach the summit. Said and done! And what can I say: It’s great fun! ­čÖé For the last day of the week I wished for a “hiking break” to give my calves a little rest. Therefore we went to Zell am See to stroll around, which sounds more glamorous than it was. To make sure that Steffen got his money’s worth, the Gro├čglockner high alpine road was conquered with our convertible (luckily I only had light food for lunch :s ) When we reached the top, I could see the Gro├čglockner for the very first time. What a beautiful mountain!

After one week we changed our location: We left the great Hotel Post in Krimml and checked in at the Hotel Alte Post in Gro├čarl (the Austrians seem to have been a very write-loving people …. every second hotel is called something with “Post”). We spent the second week of our vacation with my sister Konny and husband Andi, after the cruise that Konny had wished for had to be postponed due to Corona. The Grossarltal is also called the valley of the alpine pastures and we checked this in further beautiful weather. Aualm, Bichlalm, Filzmoosalm, Weisalm, Loosb├╝helalm, … were tested.  During the week, Steffen “indulged” in some extra tours, because our senior hiking group did not challenge him enough. For example, he made a detour to the Draugstein peak from an alpine pasture hike and on another day he visited three alpine pastures again by mountain bike (without the “E” and thus almost an exotic in the area). Well …

We had again a wonderful vacation in beautiful nature! I have about 56 fly agarics pictures on my phone, which all look like from a children’s picture book and Steffen has made friends with some cows and would like to have one now ­čśë We are already looking forward to the next vacation in the mountains, because then we will definitely go on a hut tour again!

Pictures: Steffen / Text: Christiane

 

Riesengebirge

…warum immer tausend Kilometer fahren wenn man doch nur etwas ├╝ber 3 Stunden Fahrt ins Riesengebirge hat dachten Robert und ich, also haben wir unseren diesj├Ąhrigen Jungs Trip (leider ohne S├Âren) mal zu unseren polnisch/tschechischen Nachbarn gemacht. Der Plan war autonom mit Zelt und Kocher mal nur “unter uns” zu bleiben. Am Montag Morgen ging es fr├╝h los und und kurz vor Mittag ging es auf die geplante 20km Strecke. Leider war das Wetter diesmal nicht auf unserer Seite, bereits nach 3 Stunden waren unsere Klamotten vom permanenten Regen total durchn├Ąsst. Irgendwann so gegen 6 haben wir uns dann einen Platz zum Zelt aufbauen irgendwo im “nowhere” gesucht…daf├╝r hat der Regen dann immerhin mal eine Stunde aufgeh├Ârt ­čśë Gut gen├Ąhrt mit dem ├╝berraschend guten T├╝tenfutter haben wir uns dann ins Zelt gelegt und gehofft das der Spuk am n├Ąchsten Morgen vorbei ist…weit gefehlt, das Regengebiet blieb quasi ├╝ber uns stehen ­čÖü So haben wir dann am n├Ąchsten Vormittag beschlossen zu kapitulieren und haben uns in Karpacz (etwa 5km zu laufen) ein Hotelzimmer genommen, in dem wir einen netten Abend mit super Essen und Sauna verbracht haben…wir Hardcore Camper ­čÖé

Am Mittwoch war dann die Welt in Ordnung und die Sonne schien, also haben wir uns ├╝ber die Schneekoppe (h├Âchster Berg des Gebiets) Richtung Spindler M├╝hle aufgemacht. Ein sch├Âner Spaziergang, wenn die tausende von Leuten auf der Schneekoppe nicht gewesen w├Ąren, unfassbar viele Menschen mit erschreckend schlechtem Schuhwerk f├╝rs Gebirge, mein Highlight waren “Ballerina” Schuhe einer Dame… Angekommen in Spindlerm├╝hle haben wir uns erstmal ein Staropramen geg├Ânnt und uns dann diesmal ganz legal auf dem Zeltplatz eingebucht…sehr sch├Âner Zeltplatz f├╝r kleines Geld. 

Der letzte Tag war ebenfalls vom Wetter her wunderbar und da wir einen gro├čen Teil des Hinwegs vom ersten Tag wieder zur├╝ck gelaufen sind, war es wirklich interessant zu sehen was wir im Nebel verpasst hatten ­čśë 

Zusammengefasst muss man sagen, dass das Riesengebirge, wenn man nicht gerade auf die Schneekoppe rennt, wirklich sehr sch├Ân ist. Wie immer ein Hoch auf Komoot und Garmin, die einem das Navigieren so einfach machen…

English translated by deepl…

…why always drive a thousand kilometres when you only have a little over 3 hours drive to the “Giant Mountains”, Robert and I thought, so we made this year’s boys trip (unfortunately without S├Âren) to our Polish/Czech neighbours. The plan was to hike autonomously with tent and stove only “among us”. On Monday morning we started early and shortly before noon we went on the planned 20km route. Unfortunately the weather was not on our side this time, already after 3 hours our clothes were totally soaked by the permanent rain. Sometime around 6 o’clock we looked for a place to pitch our tent somewhere in the “nowhere”…but at least the rain stopped for an hour ­čśë Well nourished with the surprisingly good bag food we lay down in the tent and hoped that the haunting was over the next morning…far from it, the rainy area stopped almost above us ­čÖü So we decided to capitulate the next morning and took a hotel room in Karpacz (about 5km to walk), where we spent a nice evening with great food and sauna… “Hardcore Campers” ­čÖé

On Wednesday the world was ok and the sun was shining, so we went over the Schneekoppe (highest mountain of the area) towards Spindler M├╝hle. A nice walk, if it weren’t for the thousands of people on the Schneekoppe, an incredible number of people with terribly bad shoes for the mountains, my highlight were “ballerina” shoes of a lady… Arrived in Spindleruv Mlyn we had a Staropramen and this time we booked ourselves legally on the campground…very nice campground for small money. 

The last day was also great weather and since we walked a big part of the way back from the first day it was really interesting to see what we missed in the fog ­čśë 

In summary, one has to say that the Krkono┼íe Mountains are really beautiful when you are not running up to the Schneekoppe, as always a high on Komoot and Garmin, which make navigating so easy…

 

 

Hiking in MeckPomm

Lange vor Corona geplant und zum Gl├╝ck nicht wie vieles andere ausgefallen: Der Wanderausflug mit Tom & Denny. Am Samstag fr├╝h ging es fr├╝h mit dem Auto zum Forsthaus Strelitz (dazu sp├Ąter mehr), wo wir das Auto schon mal abgestellt haben. Dann ging es gut equipped auf die 28km lange Wanderung durch die Mecklenburger Landschaft. Eigentlich wirklich nett, wenig Leute und viel Landschaft ;-)…leider gastronomisch noch recht unerschlossen. Aber wir wollten uns ja auch bewegen. Nach knapp 7h Laufzeit sind wir hungrig wieder am Forsthaus angekommen, wo uns dann ein kulinarisches Feuerwerk erwartete. Wer die Gelegenheit hat bei Wenzel Pankratz mal essen zu gehen sollte das unbedingt tun, ggf. in Verbindung mit einer ├ťbernachtung in einem der wenigen h├╝bschen Zimmer (mit der Weinkarte kann hinterher sowieso keiner mehr fahren :-)). Hier waren wir sicher nicht das letzte Mal, eine der seltenen Gastronomie Darbietungen wo nicht mal der Steffen was zu meckern hat. N├Ąchstes Projekt wird auf jeden Fall mal der Besuch per Fahrrad, sind ja von Berlin blo├č 100km ;-)…

English translated by deepl.cm

Planned long before Corona and fortunately not canceled as many other things: The hiking trip with Tom & Denny. On Saturday morning we went early by car to the Forsthaus Strelitz (more about that later), where we already parked the car. Then we went well equipped for the 28km long hike through the Mecklenburg countryside. Actually really nice, few people and a lot of landscape ;-)…unfortunately gastronomically still quite undeveloped. But we primary wanted to move. After about 7 hours of walking we arrived hungry at the forester’s lodge again, where a culinary firework was waiting for us. If you have the opportunity to have dinner at Wenzel Pankratz, you should definitely do so, possibly in combination with an overnight stay in one of the few nice rooms (with the wine list nobody can drive afterwards anyway :-)). Here we were surely not the last time, one of the rare gastronomy shows where not even the Steffen has anything to complain about. Next project will be the visit by bike, as we are only 100km from Berlin ;-)…

Und die Komoot route:

 

Lehmanns on Tour Part 2 – Sulden am Ortler

Steffen hat ja bereits von seiner “Stelviotour” berichtet. Dieser gingen aber einige Vorbereitungen voraus. Das Rad musste besorgt werden und die Strecke durchdacht. Da das Stilfser Joch nicht auf der “klassischen” Route gefahren werden konnte, da die Abfahrt nach Bormio gesperrt ist, mussten Alternativen getestet werden. Dieser Test hat uns auf einer sch├Ânen Strecke bei wunderbarem Wetter durch die Schweiz nach Livigno gef├╝hrt. Und ├╝berraschenderweise ist Livigno ein Ort wie Samnaun: Tadaaa!! Zollfrei shoppen ­čÖé

Mit Hilfe seiner Lieblings-App Komoot hat Steffen uns eine h├╝bsche Wanderung zusammengebastelt. Ziel war die Hintere Sch├Ântaufspitze mit 3.325 m. Bei schon wieder herrlichem Wetter haben wir die ersten H├Âhenmeter mit der Seilbahn ├╝berwunden. Dann ging es straff weiter zum Madritscher J├Âchl und von dort der Aufstieg zur Hinteren Sch├Ântaufspitze. Den geplanten Rundweg konnten wir dann doch nicht nehmen, da auf der Nordseite zu viel Schnee lag … also wieder denselben Weg zur├╝ck und auf der Madritsch-H├╝tte noch ein Bierchen, bevor wir mit der Gondel wieder talw├Ąrts gefahren sind. 

Schon bei unserer Ankunft haben wir die Payerh├╝tte (3029m) miniklein auf dem Kamm kleben sehen und es war sofort klar: Da m├╝ssen wir hin. Die Tischnachbarn im Hotel waren einen Tag vorher da und haben “Gruselgeschichten” erz├Ąhlt, wie schwierig der Aufstieg ist … aber am Ende war es gar nicht schlimm. Auf dem Weg haben wir Berti getroffen und viel gequatscht, so dass wir in nullkommanix die erste Etappe, die Tabaretta-H├╝tte erreicht haben. Nach einem schnellen K├Ąffchen haben wir uns aber gleich an den Aufstieg zur Payerh├╝tte gemacht. Es gab einige kritische Stellen, die aber mit Seilen gesichert waren. Die H├╝tte kam aber immer n├Ąher und am Ende hat sich dieser Aufstieg auf jeden Fall gelohnt. Zum Einen weil die H├╝tte wirklich imposant auf dem Kamm thront und zum Anderen weil der Ortler zum Greifen nah scheint.  Au├čerdem ist nat├╝rlich die Aussicht fantastisch. Steffen konnte auch von oben nochmal sehen, wo er sich am Dienstag mit dem Fahrrad hochgequ├Ąlt hat.

Beim Abstieg hat uns dann Berti wieder eingeholt, den wir auf der H├╝tte knapp verpasst haben (er hatte statt Wanderweg den Klettersteig genommen). Wieder gab es viel zu erz├Ąhlen und wir waren recht fix wieder im Tal.

Also: Wer mal in der Gegend ist – unbedingt zur Payerh├╝tte gehen! 

Hinteres Sch├Âneck

Tag 3 des #nahtodreisenlehmann Trainingslagers sollte unsere anstrengendste Tour werden. Nach dem eher touristischen Aufstieg zur D├╝sseldorfer H├╝tte (2721m) wurde aus den letzten 200 H├Âhenmetern zum Hinteren Sch├Âneck (3128m) dann seilversicherte Kletterei ├╝ber diverse Ger├Âllfelder und teilweise sehr ausgesetzte Stellen an denen man definitiv keine Fehler machen durfte. Nachdem wir schon 2 Tage in den Knochen hatten war Christianes Laune bei den 1200 H├Âhenmetern Abstieg nach Sulden dann eher etwas “frostig”…;-) Aber Abends beim Bierchen haben wir uns wieder vertragen. Am Ende muss man sagen das Berti┬┤s Empfehlung schon nicht so schlecht war, das Panorama war auf jeden Fall atemberaubend. Das n├Ąchste Update kommt dann aus Schenna wo wir die letzten Tage unseres Urlaubs im “Weinmesser” verbringen.

 

Lehmanns on tour Part 1

Lehmanns machen mal im September Sommerurlaub dieses Jahr. Das Wetter gibt uns bisher recht, ein stabiles Hoch ├╝ber den Alpen l├Ąsst keine W├╝nsche offen. Zum Auftakt haben wir uns f├╝r ein paar Tage in Fiss (Tirol) im “DasMarent” eingebucht. Wie schon das Posthotel in Zell am Ziller, welches Steffen leider im M├Ąrz nur mit Halskrause geniessen konnte, eine gastronomische Offenbarung. Tolles Essen, Service…hier hat nicht mal Lehmann was zu meckern ­čśë 

Am Mittwoch fr├╝h in Berlin los, gab es nach 1,5 Stunden aus der Stadt raus ­čÖü erstmal an der Spinnerbr├╝cke ein 2tes Fr├╝hst├╝ck, bevor wir dann die restlichen 790 von 800km unter die R├Ąder genommen haben. Abends war nich mehr viel los, mit dem Cabrio is doch etwas anstrengender als mit dem “Panzer”… Am Donnerstag haben wir uns zum Eingew├Âhnen unter die Turnschuhtouristen gemischt und sind den “Panoramagenussweg” spaziert, sehr nett aber eben eine Autobahn mit viel L├Ąrm, die Ankunft im zuplanierten Servaus f├╝hlte sich etwas an wie Las Vegas, was den Menschenauflauf anging. 

Was in diesem Gebiet auf jeden Fall toll ist: man bekommt die Seilbahnkarte mit dem Hotel gratis dazu und kann alle Bahnen und Busse kostenlos benutzen ­čÖé Daher kommt man auch relativ weit weg und hoch um etwas in die Ein├Âde zu fl├╝chten: Das haben wir dann am Freitag gemacht und sind von der Kopfstation Sch├Ânjoch 10 fantastische Kilometer auf dem Grat ├╝ber mehrere kleine Gipfel gewandert. Ab dem ersten, den man noch ganz gut mit Turnschuhen erreichen konnte, waren wir dann f├╝r die n├Ąchsten 3h quasi allein. Zum Wetter braucht man bei den Bildern nichts sagen.

Am Samstag haben wir dann einen Ausflug ins “Zollfreiparadies” Samnaun gemacht und haben die Kreditkarte bisschen gl├╝hen lassen ­čÖé 

Da die Seilbahnkarten auch am Abreisetag g├╝ltig sind haben wir dann am Sonntag auch noch ne kleine Tour gemacht, nach Sulden (unsere n├Ąchste Station) sind’s ja nur 90km. Abschlie├čend muss man sagen, im Marent waren wir definitiv nicht das letzte Mal. Auch die Kombination mit den Seilbahnkarten hat schon was, man wir ja auch nicht j├╝nger ­čśë

…also dann, auf nach Sulden, stay tuned ­čÖé

Jungstour 2019

…wir haben es tats├Ąchlich geschafft: Nach unserem gemeinsamen ├ľtztal Ausflug 2017 haben wir (Robert, S├Âren und ich) wieder eine Wanderung geplant. Ziel diesmal die “Glocknerrunde” …an der Christiane und ich 2015 schon mal gescheitert sind (weil man sowas Anfang Juni einfach nicht macht…Anf├Ąnger :P). 

Am Samstag fr├╝h um 2:00 ging es in Berlin los, in Kaprun haben wir p├╝nktlich den Bus hoch zum Moserboden erwischt und dann ging es los. Erste kleinere Aufregung: Ein aufziehendes Gewitter, das braucht man eigentlich nicht in der H├Âhe. Gl├╝cklicherweise waren wir schnell genug ├╝bers Kapruner T├Ârl und auf der anderen Seite des Grats erwartete uns sch├Ânes Wetter. So sind wir dann ziemlich platt aber gesund am Berghotel Rudolfsh├╝tte angekommen und nach einem netten Abendessen wie tot ins Bett gefallen.

Am Sonntag sind wir nach dem Fr├╝hst├╝ck bei Traumwetter von der Rudolfsh├╝tte Richtung Sudetendeutsche H├╝tte gestartet, leider war das tolle Wetter nicht von langer Dauer und die trotz Mitte Juli massenhaft vorhanden Schneefelder haben unsere Nerven (und Roberts Knie ;-)) ganz sch├Ân strapaziert. Nach 7h, davon etwa 5h im Regen sind wir dann endlich angekommen. Der Wirt war ins Flachland (2565m) umgezogen, der kam aus dem Tibet und war auf 2700m geboren :-).

Montag ging es weiter zur Glorerh├╝tte. Auch hier war uns Petrus erstmal nicht gewogen, Nieselregen und so ne Art “Klettersteig” am Seil passen irgendwie nicht so richtig zusammen, gl├╝cklicherweise wurde der Nachmittag dann bei Sonne und Wolken sehr angenehm. An der Golfer H├╝tte angekommen hat es dann sogar noch f├╝r einen kleinen Spaziergang gereicht.

Der Dienstag sah dann erstmal nach unserem Gl├╝ckstag aus: Von der Glorerh├╝tte ging es bei Traumwetter unterm Glocknermassiv Richtung Glocknerhaus, vorbei am Maragitzensee. Wie die Nachbarn da so Ihren Strom machen, das ist schon imposant und interessant. Danach ging es rauf zur Pfandlscharte und ab da war der Spa├č erstmal “limitiert”…da wir keine Steigeisen dabei hatten mussten wir neben dem Schneefeld ├╝ber die Matsche “runterwaten”…ziemlich anstrengende und wackelige Sache, die aber zum Gl├╝ck schnell vorbei war. Dann ging es ziemlich entspannt runter zur Trauneralm. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, eigentlich ganz nett, wenn da nicht die eine Dusche und 2 Toiletten f├╝r 60 Leute w├Ąren… Aber in der Warteschleife zum Duschen lernt man nette Leute kennen ­čÖé

Am Mittwoch fr├╝h ging dann hurtig die letzten 15km runter bis Fusch, und dann wurden wir die letzten 15km wieder zur├╝ck zum Auto chauffiert, sonst h├Ątten wir es nicht rechtzeitig wieder zum Abend nach Berlin geschafft.

Meine Vors├Ątze f├╝rs n├Ąchste Mal: Gr├Âdeln oder Steigeisen mitnehmen, das schont das Nervenkost├╝m an Schneefeldern deutlich. Vielleicht ein kleines bisschen (aber nur ein bisschen, sonst w├Ąre das ja nicht unsere Jungstour :-)) k├╝rzere Strecken mit mehr Zeit zum Schauen und Geniessen. Ansonsten machen wir das beim n├Ąchsten Mal wieder genau so!!! 

Hier ├╝brigens noch eine 3D Animation unserer Strecke. Man kann die Geschwindigkeit mit dem Regler einstellen und mit gedr├╝ckter Maustaste in der Animation seinen Blickwinkel ver├Ąndern, genial.

Sommerurlaub 2018

Tag 1 – Sustenpass

Sommerurlaub 2018 – wieder mal ein Wanderurlaub, diesmal in der Schweiz. Nach einem kleinen Zwischenstopp bei Connie und Markus im sch├Ânen Schwarzwald sind wir am Ausgangspunkt unserer Wanderung angekommen: Meiringen im Berner Oberland. Steffen stellte freudig fest, dass von Meiringen zwei Passstra├čen weggehen: Der Grimselpass und der Sustenpass. Ein schneller Google-Check ergab, dass der Sustenpass 10 m h├Âher ist und damit war klar, auf welcher Passstra├če das Cabrio mal richtig (aber richtig!!!) ausgefahren wird. Der Wetter war herrlich und so konnten wir die gro├čartige Umgebung bei offenem Dach in vollen Z├╝gen genie├čen … 

Am sp├Ąten Nachmittag haben wir dann unser Hotel f├╝r die erste Nacht aufgesucht und erlebten eine sehr positive ├ťberraschung. Es war nicht einfach, in der Hochsaison noch ein bezahlbares Hotel zu finden. Am Ende habe ich irgendwas gebucht – egal, Hauptsache  ein Dach ├╝berm Kopp. Es sollte sich herausstellen, dass dieses Hotel das Beste war, was wir seit langem an Gastronomie, Service, K├╝che, Ausstattung … erlebt haben. So haben wir direkt f├╝r die Nacht nach unserer Wanderung nochmal ein Zimmer gebucht. Auto konnten wir dort auch stehen lassen. Alles top. Wer mal in der Gegend ist: Hotel Wetterhorn in Hasliberg- Hofluh. 

Tag 2  – Wetterhorn  – Schwarzwaldalp

Und dann ging es los: Nach einem ordentlichen Fr├╝hst├╝ck haben wir die Rucks├Ącke geschultert und machten uns auf den Weg. Die erste Etappe war noch “zum Einlaufen”. Wenig H├Âhenmeter und die Gehzeit sollte 5 Stunden nicht ├╝berschreiten. Der Wanderweg war tats├Ąchlich sehr entspannt und f├╝hrte vorbei an saftig-gr├╝nen Wiesen, klaren B├Ąchen und durch sch├Âne W├Ąlder. Mittendrin stand dann pl├Âtzlich ein Hotel: das Rosenlaui. Irgendwie unwirklich und wie auf der Eisenbahnplatte. Leider konnten wir dort vorab kein Zimmer mehr reservieren (bzw. war nur noch eine Suite zum Preis des kompletten Urlaubsbudgets zu haben) und so mussten wir weiterwandern. Im Chalethotel Schwarzwaldalp war es aber auch sehr h├╝bsch und das Essen au├čergew├Âhnlich gut. 

Tag 3 – Schwarzwaldalp – Faulhorn

Von der Schwarzwaldalp starteten wir am n├Ąchsten Tag zum Faulhorn. Diese Etappe hatte es schon etwas mehr in sich. Wesentlich mehr H├Âhenmeter und auch mehr Strecke. Aber die Sonne schien den ganzen Tag, die Bergpanoramen wurden immer m├Ąchtiger. Ab der Gro├čen Scheidegg hatten wir dann auch den Eiger im Blick. Was f├╝r ein Berg!! Der Wanderweg zum First war ein sehr bequemer H├Âhenweg, so dass wir uns (d. h. ich mich) kaum anstrengen mussten und diese Postkarten-Bergwelt voll genie├čen konnten. Nach einer kurzen Pause an der First Bergstation nahmen wir den Aufstieg zum Faulhorn in Angriff. Bis zum Bachalpsee war der Weg voller (asiatischer) Touristen, die aber hinter dem See alle verschwunden waren. Denn ab jetzt ging es ordentlich bergan. Das Berghotel Faulhorn befindet sich ganz oben auf der Bergkuppe. Es ist eines der ├Ąltesten Berghotels der Schweiz, wobei die Bezeichnung “Hotel” f├╝r heutige Verh├Ąltnisse ma├člos ├╝bertrieben ist. Hier haben wir – trotz rechtzeitiger Reservierung – nur noch Schlafpl├Ątze im Matratzenlager bekommen. Sch├Ân war das nicht, aber auch so etwas geh├Ârt zum Bergwandern dazu. 

Tag 4 – Faulhorn – M├╝rren

Nach einer fast schlaflosen Nacht hat sich Steffen um 5:20 Uhr aus dem Schlafsack gewickelt und den Sonnenaufgang fotografiert. An den Bildern sieht man: Das hat sich gelohnt!

Nach dem Fr├╝hst├╝ck sind wir dann Richtung Schynigge Platte aufgebrochen. Dorthin f├╝hrt ein sehr sch├Âner Panorama-H├Âhenweg. Linker Hand konnten wir tief unten im Tal Grindelwald sehen und rechter Hand hatten wir einen herrlichen Blick auf den Brienzersee, den Thuner See und Interlaken.  Von der Schynigge Platte haben wir uns f├╝r den knieschonenden Abstieg entschieden und sind mit der historischen Zahnradbahn (├╝berteuerte Nuckelpinne!!) nach Lauterbrunnen gefahren. Das Lauterbrunnener Tal ist bekannt f├╝r die steilen Felsw├Ąnde, die bei Basejumpern sehr beliebt sind. Wir konnten den Ort nicht ganz erkunden, da unsere Unterkunft f├╝r diese Nacht in M├╝rren war. Und M├╝rren liegt knapp 1.000 m ├ťBER Lauterbrunnen. Und da Lauterbrunnen zwischen steilen Felsw├Ąnden liegt, mussten wir nun ziemlich steil bergan gehen. Nach der Wanderung vom Faulhorn zur Schynigge Platte, die schon knapp 4 Std. dauerte, war das nochmal eine h├╝bsche Herausforderung. Aber irgendwie haben wir (d. h. ich) es geschafft!!! M├╝rren ist ein autofreies Dorf und nur per Seilbahn zu erreichen. (Ja! Wir haben die Seilbahn gesehen. Und ja, wir H├äTTEN sie nehmen k├Ânnen. Aber das sollte ja eine WANDER-Urlaub sein. Und kein “wir-hauen-die-ganze-Kohle-f├╝r-langsame-Z├╝ge-und-Seilbahnen-raus”-Urlaub.)

Auf jeden Fall ist M├╝rren sehr h├╝bsch, auch wenn dort irgendwie die Zeit stehengeblieben ist. Aber es liegt eine sehr entspannte Ruhe ├╝ber dem Ort, so dass ich dort gern auch mal l├Ąnger bleiben w├╝rde … Vom Balkon unseres Zimmers hatten wir einen gro├čartigen Blick auf die Jungfrau. Und auch hier muss man sagen: Was f├╝r ein Berg!! Leider kommt diese gewaltige Herrlichkeit auf den Bildern nicht ganz r├╝ber – aber es war wirklich atemberaubend.

Tag 5 – Eigertrail

Wir verabschieden uns aus M├╝rren – per Seilbahn! Diesen steilen Berg wollten wir nicht bergab gehen und lieber die Kr├Ąfte sparen f├╝r die tolle Tour, die heute vor uns lag. Nachdem wir die Bahn an der Wengernalp verlassen haben, standen wir erst einmal minutenlang mit offenem Mund vor dem Bergpanorama vor uns und haben abwechselnd “Kraaaaass” gesagt: Bei herrlichstem Wetter standen vor uns Eiger, M├Ânch und Jungfrau in ihren gewaltigen Pracht. Die Schweizer Berge …. das ist nochmal eine andere Nummer als Tirol. Unser Wanderweg f├╝hrte uns zuerst zum Eiger-Gletscher. Dort haben wir unsere Mittagspause gemacht und immer noch ├╝ber die Berge und Gletscher gestaunt. Nach der St├Ąrkung haben wir uns dann auf den Eiger-Trail begeben, der direkt an der ber├╝chtigten Eiger-Nordwand entlangf├╝hrt. Es ist unfassbar wie m├Ąchtig und wie steil diese Wand ist. Steffen hat sich pausenlos gefragt: Warum?? WARUM zur H├Âlle muss man HIER hochklettern?? Wenn es jemand von Euch wei├č, sagt es ihm bitte …

├ťbernachtet haben wir im Berggasthof Alpiglen, den wir genau in dem Moment erreichten, als der Regen einsetzte … Alpiglen liegt direkt oberhalb von Grindelwald und man hat von dort einen sch├Ânen Blick auf den Ort und in das Tal (zum Eiger dann nicht mehr – der war im Nebel verschwunden).

Tag 6 – Alpiglen – Gro├če Scheidegg 

Und da war schon unser letzter Wandertag da: Von Alpiglen sind wir mit der Bahn nach Grindelwald gefahren. Wir haben uns ein bisschen den Ort angeschaut. Grindelwald ist sehr h├╝bsch und bei den asiatischen Touristen offensichtlich sehr beliebt. Wir waren ja aber sehr fr├╝h unterwegs – da tobte f├╝r die Touris noch die Schlacht am Fr├╝hst├╝cksbuffet – so dass noch eine angenehme Ruhe ├╝ber dem Ort lag. Der Tag war ein bisschen bew├Âlkt und auch etwas frischer. Das kam uns sehr gelegen, denn der Aufstieg von Grindelwald zur Gro├čen Scheidegg hat es in sich. Unterwegs hab ich noch eine neue Freundin gefunden: Bella, die Ziege. Wir haben uns vom ersten M├Ąh an super verstanden. Allerdings hatte der Gei├čen-Peter (der ziemlich bekifft aussah und wahrscheinlich auch war!) etwas dagegen, dass sie mit mir mitgeht…. ­čÖü 

Auf der Gro├čen Scheidegg haben wir noch ein kurze Pause eingelegt und sind dann zur Schwarzwaldalp gewandert. Von dort hat uns dann der Bus zur├╝ck nach Meiringen und sp├Ąter weiter nach Hasliberg gebracht. Das Auto war noch da und im Hotel Wetterhorn wurden wir wieder sehr herzlich begr├╝├čt. Und damit war unsere wundersch├Âne Wandertour zu Ende. 

Tag 7/8 – Chamonix Wandern

Nach einem langen, entspannten Fr├╝hst├╝ck sind wir bei herrlichem Wetter und mit offenem Dach ├╝ber Landstra├čen durch die herrliche Berglandschaft nach Chamonix in den franz├Âsischen Alpen gefahren. Das RockyPop Hotel war ebenfalls ein Gl├╝ckstreffer, wenn auch ganz anders als das Hotel Wetterhorn. Steffen hatte dann auch f├╝r den n├Ąchsten Tag in Nullkommanix eine “sch├Âne” Wanderung herausgesucht. Und da kam es dann wieder zu einer klassischen Fehlkommunikation. ICH hatte verstanden: Wir gehen erst steil bergan, dann den Kamm entlang zur Bergstation einer Gondel und fahren mit der dann wieder ins Tal – das ganze dauert ca. 5 Stunden. STEFFEN meint: Sooooo h├Ątte er es nie gesagt! Nun ja … wir sind nicht die ganzen 5 Stunden steil bergan gegangen. Nur etwa 4 Stunden und 55 Minuten. Auf dem S├╝dhang. In der Mittagssonne. Bei etwa 30 Grad …. ok … sagen wir 28 Grad. Es war SUUUUUPER! Und nachdem mir schon 5 Tage Wanderung in den Beinen steckten, war das voll easy und die Stimmung war … im Keller. Nun ja … kann ja nicht immer der Himmel voller Geigen h├Ąngen. Oder?!?

Tag 9 – Aiguille du Midi / Galibier

Am zweiten Tag in Chamonix g├Ânnten wir uns eine Seilbahnfahrt auf den Aiguille du Midi. Die Bergstation liegt auf ├╝ber 3.800 m H├Âhe und bietet einen Wahnsinnsblick auf den Mont Blanc. Wer mal in Chamonix ist: Unbedingt machen!! Im Vergleich zur Schweiz ist die Fahrt billig (62 ÔéČ pro Person), es ist super organisiert und jeden Cent wert! Die Bilder sprechen f├╝r sich …. 

Am Nachmittag wollte Steffen noch einmal zum Ort seiner Heldentat Anfang Juli zur├╝ckkehren: zum Col de Galibier! Der Pass liegt 3 Autostunden vom sch├Ânen Chamonix entfernt. Musste aber sein. Warum auch immer. Im Vergleich zum Vormittag (Mont Blanc!!!) fand ich die Bergwelt um den Col de Galibier jetzt nicht sooooo beeindruckend, aber ich habs jetzt auch gesehen und der Steffen war happy….

Und das war auch schon der letzte Urlaubstag. Nach einem entspannten Fr├╝hst├╝ck am Mittwoch haben wir uns auf die Heimreise gemacht. Wir wollten so lange fahren, bis wir keine Lust mehr haben und dann noch einen Zwischenstopp einlegen. Aber irgendwie war die Anziehungskraft des eigenen Bettes doch sehr gro├č, so dass wir bis Berlin durchgefahren sind. So hatten wir jetzt noch ein paar entspannte Tage zu Hause. Alles ist gewaschen, das Auto geputzt und wir haben bei dem tollen Sommerwetter mal unsere Terrasse genie├čen k├Ânnen…. Und morgen hat uns der normale Wahnsinn wieder!!! 

Text: Christiane Fotos:Steffen (wer nicht selber drauf gekommen ist :-))

Bad Gastein

Viele Gr├╝├če aus einem Ort, in dem scheinbar die Zeit stehen geblieben ist: Bad Gastein im Salzburger Land. Am Hang um den Gasteiner Wasserfall herum gebaut stehen hier schicke alte Hotels und wundersch├Âne H├Ąuser, leider zu gro├čen Teilen dem Verfall preisgegeben, da eine Erhaltung einfach kein Mensch bezahlen kann… Wir haben uns hier f├╝r 3 sch├Âne Tage im Haus Hirth eingebucht, Service und Location lassen nichts zu w├╝nschen ├╝brig. Am Freitag hat dann Steffen einen Punkt von der “Bucket List” gestrichen und ist die Gro├čglockner Hochalpennstrasse mit dem Rennrad einmal rauf und runter, anstrengend, aber wie die Bilder beweisen sehr sch├Ân. Nach einem Spaziergang ├╝ber den Gasteiner H├Âhenweg haben wir dann den Abend entspannt ausklingen lassen, schicke Bar haben die hier… Der Samstag stand dann im Zeichen des Wanderns, wir haben eine sehr sch├Âne Tour am Fu├če des H├╝ttenkogels gemacht, leider waren die H├╝tten und auch die Seilbahnen mit denen man sich den beschwerlichen letzten Abstieg h├Ątte sparen k├Ânnen noch zu, der Preis der Nebensaison… Jetzt gehts auf jeden Fall wieder heim ins hochsommerliche Berlin ­čśë