Sommerurlaub 2026 – Steffens Reisebericht

…unser Sommerurlaub 2026…wieder nicht ganz 100% gemeinsam, daher gibts hier auch erstmal einen kleinen Bericht von Steffen, und wenn Ihr GlĂŒck habt macht Christiane noch einen eigenen Blog Beitrag 😉

Unser Urlaub begann mit einem Aufenthalt auf dem Weg nach Genf im Hotel SchlossmĂŒhle Glottertal, einem sĂŒĂŸen kleinen Hotel in der NĂ€he von Freiburg. Dann ging’s am nĂ€chsten Tag nach Genf, wo Christiane Ihr Abenteuer gestartet hat: Mit einer Gruppe MĂ€dels auf dem Rad nach Nizza, Ă€hnlich wie wir das mit FLUX RC 2024 gemacht haben. Aber diese Tour wurde von einem Reiseveranstalter (quĂ€ldich.de) organisiert und war “Women only”. Daher ging’ fĂŒr mich dann am nĂ€chsten Morgen nach La Lechere ins Radiana, wo ich schon 2 Mal bei der FLUX RC Tour und bei dem Lissabon Trip untergekommen war. Von dort hab ich dann 3 weitere Bucket List Touren gemacht, unter anderem den Col de la Madeleine. Chronologisch habe ich bei den Bildern ein paar Bilder von ChristianeÂŽs Tour eingefĂŒgt. Nach 3 Tagen ging’s fĂŒr mich dann nach Bedoin an den Mont Ventoux. Leider hab ich mir (wie offensichtlich jedes Mal in Frankreich) den Magen verdorben und so war am Ventoux nicht ganz so viel radeln wie ich gehofft hatte. Aber die Tour de France der Frauen hab ich dann schon mal eine Etappe vor Ort mit netten Leuten aus Braslien miterlebt. Dann ging’s nach Nizza, wo dann am Samstag Abend die MĂ€dels alle glĂŒcklich und wohlbehalten eingetrudelt sind. Am Sonntag haben wir dann noch die finale Etappe der Tour de France “Femmes” angesehen um dann abends in unser sĂŒĂŸes Bed & Breakfast in Tourette sur Loup umzuziehen. Hier haben wir’s uns dann noch 4 Tage  gut gehen lassen. Die Unterkunft hatte 3!!! Zimmer – perfekter Service und Ruhe garantiert. Haben wir direkt fĂŒr nĂ€chstes Jahr wieder gebucht 🙂 Die Location ist wirklich perfekt, sei es um Rad zu fahren oder einfach nur am Pool zu chillen. Danach ging es dann zu unseren lieben Freunden Bert & Roland nach Hannover zum internationalen Feuerwerkswettbewerb inkl. Luxuspicknick in den HerrenhĂ€user GĂ€rten, lieben Dank nochmal â˜ș. 

Anbei ein paar Impressionen…

FluxRC Transalp 2024

…nach unserer AlpenĂŒberquerung von Genf nach Ljubljana in 2022, die ja leider nicht so schön endete, ging es diesmal von Genf direkt nach SĂŒden. Die Strecken alle etwas kĂŒrzer als 2022, aber dafĂŒr mit mehr Höhenmetern, bissel fies, wenn Menschen so etwas planen, die im Fliegengewicht unterwegs sind :-). Ich hatte auf jeden Fall ganz schön Respekt vor der Strecke. Andererseits ist die Tour quasi eine  “Bucket List” Aneinanderreihung von Tour de France Monumenten, als Highlight sicher mit dem Col de La Bonette, der höchsten Alpenstrasse Europas. Wir waren diesmal eine sehr große Gruppe mit fast 40 Personen (inkl. Versorgungs und Orga Team, danke Euch nochmal an dieser Stelle, Jojo, Charlize, Manja), was die Hotels und Restaurants teilweise echt vor Herausforderungen gestellt hat. Am Samstag frĂŒh ging es mit unserem Versorgungsfahrzeug von Berlin nach Genf, glĂŒcklicherweise ohne Stau und so waren wir gegen 7 Uhr Abends im Hotel. Dann ging’s gemeinsam zum Auftakt Abendessen, wo fĂŒr mich der Ärger anfing… Leider hab ich das sehr ölige Essen ĂŒberhaupt nicht vertragen und so grĂ¶ĂŸere Teile der Nacht in der “Keramikabteilung” verbracht und war so auf der ersten Tour nach Chamonix nicht besonders fit…dafĂŒr perfektes Wetter und eine Traumankunft in einem sehr schönen Hotel.

…after our crossing of the Alps from Geneva to Ljubljana in 2022, which unfortunately didn’t end so well, this time we went directly south from Geneva to Nice. The routes were all a little shorter than in 2022, but with more meters in altitude, a bit nasty, when people plan something like that who are traveling in flyweight :-). I definitely had a lot of respect for the route. On the other hand, the tour is practically a “bucket list” sequence of Tour de France monuments, with the Col de La Bonette, the highest Alpine road in Europe, as the highlight. This time we were a very large group of almost 40 people (including the supply and organization team, thank you again at this point, Jojo, Charlize, Manja), which posed some real challenges for the hotels and restaurants. On Saturday morning we drove from Berlin to Geneva in our supply vehicle, fortunately without any traffic jams, so we arrived at the hotel around 7 o’clock in the evening. Then we went to the kick-off dinner together, where the trouble started for me… Unfortunately, I couldn’t stand the very oily food at all and so spent most of the night in the “ceramics department” and wasn’t particularly fit on the first tour to Chamonix…but perfect weather and a dream arrival in a very nice hotel.

Am nĂ€chsten Tag hab ich mich dann entschieden einen Tag auszusetzen um meinem Magen eine Chance zu geben und bin im “Partybus” mit Jojo und Charlize gefahren. Eine gute Erholung mit der Gelegenheit ein paar Fotos zu machen. Am Abend ein sehr schöner Spaziergang im wunderschönen Aosta.

The next day I decided to take a day off to give my stomach a chance and went on the “party bus” with Jojo and Charlize. A good rest with the opportunity to take a few photos. In the evening, a very nice walk in beautiful Aosta.

Tag 3 ein neuer Versuch auf dem Rad. Ein schöner Start mit Anna und Jenny, leider dann im Aufstieg zum kleinen “Bernardino” mit einem entscheidenden Fehler…ein “Red Bull” im Aufstieg in Kombination mit der Belastung hat dann leider meinen Magen wieder komplett umgedreht, und so ging es dann mit MagenkrĂ€mpfen bis zum nĂ€chsten Etappenhotel.

Day 3 – a new attempt on the bike. A nice start with Anna and Jenny, but then unfortunately a crucial mistake on the climb to the small “Bernardino”…a “Red Bull” on the climb in combination with the exertion completely turned my stomach again, and so I had stomach cramps until the next stage hotel.

Am Tag 4 habe ich mich dann entschieden, noch einmal im Bus zu bleiben, da ich ausser dem wunderschönen Col de la Madeleine den grĂ¶ĂŸten Teil der Strecke schon 2 mal bei der Marmotte gefahren bin und ich lieber zu den anderen Tagen wieder richtig fit sein wollte. Deshalb war wieder “Partybus” und Drohne fliegen/Fotos machen im Programm. Etwa 1km vor dem Galibier Gipfel musste ich dann aber doch das Rad aus dem Kofferraum holen und wenigstens die traumhafte Abfahrt nach Briancon geniessen…

On day 4, I decided to stay on the bus again, as apart from the beautiful Col de la Madeleine, I had already ridden most of the route twice on the Marmotte and I wanted to be really fit again for the other days. That’s why “party bus” and drone flying/photography were on the program again. About 1km before the Galibier summit, however, I had to get the bike out of the trunk and at least enjoy the fantastic descent to Briancon…

Der nĂ€chste Tag ging dann weiter ĂŒber den Col d’Izoard und Col de Vars, sehr entspannt genossen mit Sören und Martin…auch hier wieder perfektes Wetter und eine traumhafte Landschaft. Magen war ok und das Toilettenpapier blieb im Trikot 🙂

The next day continued over the Col d’Izoard and Col de Vars, enjoyed very relaxed with Sören and Martin…again perfect weather and a fantastic landscape. Stomach was ok and the toilet paper stayed in the jersey 🙂

Tag 6 war in meinen Augen das Highlight: Cime de la Bonette, das Dach der diesjĂ€hrigen Tour de France und die höchstgelegene Strasse der Alpen. Ein super schöner gleichmĂ€ĂŸiger Anstieg bei perfekten Wetterbedingungen, danach eine 50km !!! Abfahrt bis dann der 2te Teil der Strecke ziemlich warm wurde. Er endete wieder in einem sehr schönen Hotelresort, wo wir diesmal zusammen im Appartement gekocht haben.

Day 6 was the highlight in my eyes: Cime de la Bonette, the roof of this year’s Tour de France and the highest road in the Alps. A super nice steady climb in perfect weather conditions, followed by a 50km !!! descent until the 2nd part of the route became quite hot. It ended again in a very nice hotel resort, where this time we cooked together in the apartment.

…und hoppla, waren wir schon auf der letzten super heißen Etappe nach Nizza. Die 130km waren auf jeden Fall was die Abfahrten anging eins der Highlights, kaum Verkehr, herrliche Serpentinen und beim Aufstieg zum Col de la Madone kam uns tatsĂ€chlich der Sieger der diesjĂ€hrigen Tour de France, Tadej Pogačar auf seiner Hausrunde entgegen, ein 3 Sekunden Fan Moment 🙂 In Nizza angekommen gab es dann noch ein gemeinsames Abendessen und danach wurde zusammengepackt, viele sind am Sonntag morgen bereits wieder per Rad oder Flugzeug abgereist… Ich hatte noch bis zum Abend Zeit und bin deshalb noch eine kleine Runde Rad gefahren (hatte ja noch ein paar Kilometer nachzuholen) und hab dann nach einem netten Lunch auch gepackt. Der Flug von Nizza nach Berlin ist kurz und entspannt, ich denke, ich war nicht das letzte mal dort…vielleicht wennÂŽs nicht grad 35 Grad im Schatten hat 😉

...and whoops, we were already on the last super hot stage to Nice. The 130km were definitely one of the highlights as far as the descents were concerned, hardly any traffic, wonderful serpentines and on the climb to the Col de la Madone we actually met the winner of this year’s Tour de France, Tadej Pogačar, on his home lap, a 3 second fan moment 🙂 Once we arrived in Nice, we had dinner together and then packed up, many of us had already left by bike or plane on Sunday morning… I still had time until the evening, so I went for a short bike ride (I still had a few kilometers to make up) and then packed up after a nice lunch. The flight from Nice to Berlin is short and relaxed, I don’t think I’ve been there for the last time…maybe when it’s not 35 degrees in the shade 😉

Wer noch etwas mehr wissen will, hier die Komoot Collection und das Roadbook, Danke Clemens, Richard und Christian!!!

 

 

Paris Tour de France Femmes avec Zwift 2022

…Christiane hatte lange Zeit, sich auf dieses Wochenende zu freuen. Dies war das Geburtstagsgeschenk vom Januar: Ein Wochenende in Paris zum Start der “Tour de France Femme avec Zwift” – das erste Mal seit 2009, dass es wieder ein Frauenrennen mit 8 Etappen gibt…und wir beide schon wieder in Frankreich, diesmal aber per Flugzeug. Wir hatten ein hĂŒbsches kleines Hotel 10 Fussminuten vom Eiffelturm entfernt. Am Samstag gab es dann zusammen mit etwa 25km Fussmarsch 🙂 Kulturprogramm: Der lange fĂ€llige Besuch im Louvre! Es war wirklich toll und sicher nicht das letzte Mal dort drin. Alleine in dem FlĂŒgel mit den GemĂ€lden könnte man sicher ne Woche verbringen. Die Mona Lisa (was ein GedrĂ€nge) verliert allerdings in unseren Augen den Wettbewerb mit den ganzen anderen tollen Bildern… Am Abend sind wir dann hĂŒbsch essen gewesen und dann noch einmal am Eiffelturm/Trocadero vorbeigeschlendert…von Tour de France keine Spur. Ganz anders 10 Stunden spĂ€ter: da war auf einmal ein kleines Dorf aufgebaut dort unten, eine logistische Meisterleistung der TdF Truppe. Dann war die Teamvorstellung der MĂ€dels, haben die sich gefreut 🙂 …wirklich schön. Danach mussten wir bisschen laufen, um dann auf einer Verkehrsinsel stehend das Feld um uns vorbeirauschen zu sehen. Auch ziemlich cool. Dann ging es rĂŒber zur Avenue des Champs-ÉlysĂ©es, wo die MĂ€dels 12 Runden ihre erste Etappe gefahren sind. Auch wenn man tatsĂ€chlich im Fernsehen deutlich mehr mitbekommt, war es schon eine tolle Stimmung und cool das Feld immer wieder vorbeifahren zu sehen. Vom Zieleinlauf bekommt man leider ohne VIP Ticket gar nix mit, komplett abgesperrt 🙁 Aber dafĂŒr gibts ja den Eurosport Player und ein Handy. Dann ging es wieder zurĂŒck zum Flughafen wo wir dann den Zieleinlauf der Herren verfolgt haben, bevor wir in den Flieger nach Hause gestiegen sind, wo uns schon der Berliner Luxusflughafen begrĂŒĂŸt hat (Achtung: Ironie!) Auf jeden Fall waren wir nicht das letzte Mal in Paris, Christiane ĂŒberlegt, einen Sprachkurs zu machen…stay tuned 🙂

 

English with the help deepl.com

…Christiane had a long time to look forward to this weekend. This was the birthday present from January: A weekend in Paris for the start of the “Tour de France Femme avec Zwift” – the first time since 2009 that there is a women’s race with 8 stages again…and both of us in France again, but this time by plane. We had a nice little hotel 10 minutes walking distance from the Eiffel Tower. On Saturday – cultural program: The long overdue visit to the Louvre! It was really great and certainly not the last time in there. Alone in the wing with the paintings you could certainly spend a week. The Mona Lisa (what a crowd, you had to queue to see the little picture) loses in our eyes the competition with all the other great pictures … In the evening we had a nice dinner and then strolled past the Eiffel Tower/Trocadero…no trace of Tour de France. Quite different 10 hours later: there was suddenly a small village built down there, a logistical masterstroke of the TdF troop. Then was the team presentation of the girls they were so happy 🙂 …really nice. After that we had to walk a bit, then standing on a traffic island to see the field around us rush past. Also pretty cool. Then we went over to the Avenue des Champs-ÉlysĂ©es, where the girls did 12 laps of their first stage. Even if you actually see more on TV, it was a great atmosphere and cool to see the field pass by again and again. unfortunately you do not see much of the finish line – completely closed off 🙁 But for that you have  Eurosport Player and a cell phone. Then we went back to the airport where we watched the finish of the mens TdF, before we got on the plane home, where we were already greeted by the Berlin luxury airport (Attention: Irony!) In any case, we were not the last time in Paris, Christiane is thinking of doing a language course … stay tuned 🙂

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

LaMarmotte2022

…Ihr wisst sicher, der Steffen hatte noch eine Rechnung offen mit der Marmotte, einem Radrennen in den französischen Alpen. Eine Ansammlung von legendĂ€ren Tour de France Anstiegen, hĂŒbsch verpackt in 174km und um die 5000 Höhenmetern. Genau dafĂŒr hatte ich extra nach dem ersten Start 2018 ein Rad gekauft und bin es bisher noch nicht dort gefahren, da diverse Problemchen (ne OP, Corona) dazwischen kamen. Übernachtet haben wir (Christiane hat mich liebenswerter Weise dieses mal begleitet) wieder mit neuen und alten Freunden aus SaarbrĂŒcken in Alpe d’Huez. Das ist ein eher unspektakulĂ€rer Skiort, aber eben das Ziel eines der legendĂ€rsten TdF Anstiege ĂŒberhaupt. Da die Strecke so lang ist, haben wir Sie auf Hin und RĂŒckfahrt in 2 Teile gesplittet: Hinzu ĂŒbers Breisgau, zurĂŒck ĂŒber Metzingen (die Insider wissen was da ist ;-)). Bei unserer Ankunft am Freitag haben wir schon mal meine Startnummer abgeholt, um den Samstag frei zu haben. Am Samstag sind wir dann eine kleine Runde zusammen zum Lac Besson gefahren, leider sind 12% Rampen nicht so Christianes LieblingsbeschĂ€ftigung. Nach einem Abendspaziergang mit der Gang sind wir dann alle zeitig ins Bett. Am Sonntag ging es dann um 06:30 von unserem Chalet erst mal 21 Kurven und 1100Hm runter zum Start ins Tal. 07:30 ging es dann auf die Strecke. Der erste Anstieg zum Col du Glandon lief wirklich gut, hab mich eigentlich wohl gefĂŒhlt, danach ging’s auf den Telegraph, da gingen schon die Magenprobleme los… Am Aufstieg zum Galibier (2642m) hat es mich dann leider erwischt, ich hatte durch die Magenprobleme keine Kraft und dachte wirklich schon ans Aufgeben. Zum GlĂŒck hat mich eine Dose Cola und die Abfahrt vom Galibier (einfach ein Traum) gerettet. Mit guter Stimmung, einer tollen Gruppe bis zum letzten Verpflegungspunkt vor dem finalen Aufstieg nach Alpe d`Huez hab ich das Ding dann doch noch zu Ende gefahren. Die Zeit hĂ€tte ich mir etwas anders vorgestellt, aber unter den gegebenen UmstĂ€nden bin ich zufrieden mit einem schönen Tag. Am Montag haben wir uns dann (es gibt einen mini Flughafen) einen kleinen Rundflug ĂŒber die traumhafte Landschaft gegönnt. Ein geniales Erlebnis! Dann ging es mit den verbliebenen Freunden aus SaarbrĂŒcken (einige waren schon abgereist) zu einer Wanderung. Einfach mal bei Komoot geschaut und einen super Treffer gelandet, schaut Euch die Bilder an und Ihr werdet es verstehen 🙂 Danach ging es leider wieder ĂŒber 2 Tage Autobahn zurĂŒck nach Berlin…ist wirklich ganz schön weit…Aber dafĂŒr werden wir am 11./12. Juli Tour de France schauen und wir kennen beide jede Kurve 🙂

Viel Spaß mit den Bildern…

 

Sommerurlaub 2018

Tag 1 – Sustenpass

Sommerurlaub 2018 – wieder mal ein Wanderurlaub, diesmal in der Schweiz. Nach einem kleinen Zwischenstopp bei Connie und Markus im schönen Schwarzwald sind wir am Ausgangspunkt unserer Wanderung angekommen: Meiringen im Berner Oberland. Steffen stellte freudig fest, dass von Meiringen zwei Passstraßen weggehen: Der Grimselpass und der Sustenpass. Ein schneller Google-Check ergab, dass der Sustenpass 10 m höher ist und damit war klar, auf welcher Passstraße das Cabrio mal richtig (aber richtig!!!) ausgefahren wird. Der Wetter war herrlich und so konnten wir die großartige Umgebung bei offenem Dach in vollen ZĂŒgen genießen … 

Am spĂ€ten Nachmittag haben wir dann unser Hotel fĂŒr die erste Nacht aufgesucht und erlebten eine sehr positive Überraschung. Es war nicht einfach, in der Hochsaison noch ein bezahlbares Hotel zu finden. Am Ende habe ich irgendwas gebucht – egal, Hauptsache  ein Dach ĂŒberm Kopp. Es sollte sich herausstellen, dass dieses Hotel das Beste war, was wir seit langem an Gastronomie, Service, KĂŒche, Ausstattung … erlebt haben. So haben wir direkt fĂŒr die Nacht nach unserer Wanderung nochmal ein Zimmer gebucht. Auto konnten wir dort auch stehen lassen. Alles top. Wer mal in der Gegend ist: Hotel Wetterhorn in Hasliberg- Hofluh. 

Tag 2  – Wetterhorn  – Schwarzwaldalp

Und dann ging es los: Nach einem ordentlichen FrĂŒhstĂŒck haben wir die RucksĂ€cke geschultert und machten uns auf den Weg. Die erste Etappe war noch “zum Einlaufen”. Wenig Höhenmeter und die Gehzeit sollte 5 Stunden nicht ĂŒberschreiten. Der Wanderweg war tatsĂ€chlich sehr entspannt und fĂŒhrte vorbei an saftig-grĂŒnen Wiesen, klaren BĂ€chen und durch schöne WĂ€lder. Mittendrin stand dann plötzlich ein Hotel: das Rosenlaui. Irgendwie unwirklich und wie auf der Eisenbahnplatte. Leider konnten wir dort vorab kein Zimmer mehr reservieren (bzw. war nur noch eine Suite zum Preis des kompletten Urlaubsbudgets zu haben) und so mussten wir weiterwandern. Im Chalethotel Schwarzwaldalp war es aber auch sehr hĂŒbsch und das Essen außergewöhnlich gut. 

Tag 3 – Schwarzwaldalp – Faulhorn

Von der Schwarzwaldalp starteten wir am nĂ€chsten Tag zum Faulhorn. Diese Etappe hatte es schon etwas mehr in sich. Wesentlich mehr Höhenmeter und auch mehr Strecke. Aber die Sonne schien den ganzen Tag, die Bergpanoramen wurden immer mĂ€chtiger. Ab der Großen Scheidegg hatten wir dann auch den Eiger im Blick. Was fĂŒr ein Berg!! Der Wanderweg zum First war ein sehr bequemer Höhenweg, so dass wir uns (d. h. ich mich) kaum anstrengen mussten und diese Postkarten-Bergwelt voll genießen konnten. Nach einer kurzen Pause an der First Bergstation nahmen wir den Aufstieg zum Faulhorn in Angriff. Bis zum Bachalpsee war der Weg voller (asiatischer) Touristen, die aber hinter dem See alle verschwunden waren. Denn ab jetzt ging es ordentlich bergan. Das Berghotel Faulhorn befindet sich ganz oben auf der Bergkuppe. Es ist eines der Ă€ltesten Berghotels der Schweiz, wobei die Bezeichnung “Hotel” fĂŒr heutige VerhĂ€ltnisse maßlos ĂŒbertrieben ist. Hier haben wir – trotz rechtzeitiger Reservierung – nur noch SchlafplĂ€tze im Matratzenlager bekommen. Schön war das nicht, aber auch so etwas gehört zum Bergwandern dazu. 

Tag 4 – Faulhorn – MĂŒrren

Nach einer fast schlaflosen Nacht hat sich Steffen um 5:20 Uhr aus dem Schlafsack gewickelt und den Sonnenaufgang fotografiert. An den Bildern sieht man: Das hat sich gelohnt!

Nach dem FrĂŒhstĂŒck sind wir dann Richtung Schynigge Platte aufgebrochen. Dorthin fĂŒhrt ein sehr schöner Panorama-Höhenweg. Linker Hand konnten wir tief unten im Tal Grindelwald sehen und rechter Hand hatten wir einen herrlichen Blick auf den Brienzersee, den Thuner See und Interlaken.  Von der Schynigge Platte haben wir uns fĂŒr den knieschonenden Abstieg entschieden und sind mit der historischen Zahnradbahn (ĂŒberteuerte Nuckelpinne!!) nach Lauterbrunnen gefahren. Das Lauterbrunnener Tal ist bekannt fĂŒr die steilen FelswĂ€nde, die bei Basejumpern sehr beliebt sind. Wir konnten den Ort nicht ganz erkunden, da unsere Unterkunft fĂŒr diese Nacht in MĂŒrren war. Und MĂŒrren liegt knapp 1.000 m ÜBER Lauterbrunnen. Und da Lauterbrunnen zwischen steilen FelswĂ€nden liegt, mussten wir nun ziemlich steil bergan gehen. Nach der Wanderung vom Faulhorn zur Schynigge Platte, die schon knapp 4 Std. dauerte, war das nochmal eine hĂŒbsche Herausforderung. Aber irgendwie haben wir (d. h. ich) es geschafft!!! MĂŒrren ist ein autofreies Dorf und nur per Seilbahn zu erreichen. (Ja! Wir haben die Seilbahn gesehen. Und ja, wir HÄTTEN sie nehmen können. Aber das sollte ja eine WANDER-Urlaub sein. Und kein “wir-hauen-die-ganze-Kohle-fĂŒr-langsame-ZĂŒge-und-Seilbahnen-raus”-Urlaub.)

Auf jeden Fall ist MĂŒrren sehr hĂŒbsch, auch wenn dort irgendwie die Zeit stehengeblieben ist. Aber es liegt eine sehr entspannte Ruhe ĂŒber dem Ort, so dass ich dort gern auch mal lĂ€nger bleiben wĂŒrde … Vom Balkon unseres Zimmers hatten wir einen großartigen Blick auf die Jungfrau. Und auch hier muss man sagen: Was fĂŒr ein Berg!! Leider kommt diese gewaltige Herrlichkeit auf den Bildern nicht ganz rĂŒber – aber es war wirklich atemberaubend.

Tag 5 – Eigertrail

Wir verabschieden uns aus MĂŒrren – per Seilbahn! Diesen steilen Berg wollten wir nicht bergab gehen und lieber die KrĂ€fte sparen fĂŒr die tolle Tour, die heute vor uns lag. Nachdem wir die Bahn an der Wengernalp verlassen haben, standen wir erst einmal minutenlang mit offenem Mund vor dem Bergpanorama vor uns und haben abwechselnd “Kraaaaass” gesagt: Bei herrlichstem Wetter standen vor uns Eiger, Mönch und Jungfrau in ihren gewaltigen Pracht. Die Schweizer Berge …. das ist nochmal eine andere Nummer als Tirol. Unser Wanderweg fĂŒhrte uns zuerst zum Eiger-Gletscher. Dort haben wir unsere Mittagspause gemacht und immer noch ĂŒber die Berge und Gletscher gestaunt. Nach der StĂ€rkung haben wir uns dann auf den Eiger-Trail begeben, der direkt an der berĂŒchtigten Eiger-Nordwand entlangfĂŒhrt. Es ist unfassbar wie mĂ€chtig und wie steil diese Wand ist. Steffen hat sich pausenlos gefragt: Warum?? WARUM zur Hölle muss man HIER hochklettern?? Wenn es jemand von Euch weiß, sagt es ihm bitte …

Übernachtet haben wir im Berggasthof Alpiglen, den wir genau in dem Moment erreichten, als der Regen einsetzte … Alpiglen liegt direkt oberhalb von Grindelwald und man hat von dort einen schönen Blick auf den Ort und in das Tal (zum Eiger dann nicht mehr – der war im Nebel verschwunden).

Tag 6 – Alpiglen – Große Scheidegg 

Und da war schon unser letzter Wandertag da: Von Alpiglen sind wir mit der Bahn nach Grindelwald gefahren. Wir haben uns ein bisschen den Ort angeschaut. Grindelwald ist sehr hĂŒbsch und bei den asiatischen Touristen offensichtlich sehr beliebt. Wir waren ja aber sehr frĂŒh unterwegs – da tobte fĂŒr die Touris noch die Schlacht am FrĂŒhstĂŒcksbuffet – so dass noch eine angenehme Ruhe ĂŒber dem Ort lag. Der Tag war ein bisschen bewölkt und auch etwas frischer. Das kam uns sehr gelegen, denn der Aufstieg von Grindelwald zur Großen Scheidegg hat es in sich. Unterwegs hab ich noch eine neue Freundin gefunden: Bella, die Ziege. Wir haben uns vom ersten MĂ€h an super verstanden. Allerdings hatte der Geißen-Peter (der ziemlich bekifft aussah und wahrscheinlich auch war!) etwas dagegen, dass sie mit mir mitgeht…. 🙁 

Auf der Großen Scheidegg haben wir noch ein kurze Pause eingelegt und sind dann zur Schwarzwaldalp gewandert. Von dort hat uns dann der Bus zurĂŒck nach Meiringen und spĂ€ter weiter nach Hasliberg gebracht. Das Auto war noch da und im Hotel Wetterhorn wurden wir wieder sehr herzlich begrĂŒĂŸt. Und damit war unsere wunderschöne Wandertour zu Ende. 

Tag 7/8 – Chamonix Wandern

Nach einem langen, entspannten FrĂŒhstĂŒck sind wir bei herrlichem Wetter und mit offenem Dach ĂŒber Landstraßen durch die herrliche Berglandschaft nach Chamonix in den französischen Alpen gefahren. Das RockyPop Hotel war ebenfalls ein GlĂŒckstreffer, wenn auch ganz anders als das Hotel Wetterhorn. Steffen hatte dann auch fĂŒr den nĂ€chsten Tag in Nullkommanix eine “schöne” Wanderung herausgesucht. Und da kam es dann wieder zu einer klassischen Fehlkommunikation. ICH hatte verstanden: Wir gehen erst steil bergan, dann den Kamm entlang zur Bergstation einer Gondel und fahren mit der dann wieder ins Tal – das ganze dauert ca. 5 Stunden. STEFFEN meint: Sooooo hĂ€tte er es nie gesagt! Nun ja … wir sind nicht die ganzen 5 Stunden steil bergan gegangen. Nur etwa 4 Stunden und 55 Minuten. Auf dem SĂŒdhang. In der Mittagssonne. Bei etwa 30 Grad …. ok … sagen wir 28 Grad. Es war SUUUUUPER! Und nachdem mir schon 5 Tage Wanderung in den Beinen steckten, war das voll easy und die Stimmung war … im Keller. Nun ja … kann ja nicht immer der Himmel voller Geigen hĂ€ngen. Oder?!?

Tag 9 – Aiguille du Midi / Galibier

Am zweiten Tag in Chamonix gönnten wir uns eine Seilbahnfahrt auf den Aiguille du Midi. Die Bergstation liegt auf ĂŒber 3.800 m Höhe und bietet einen Wahnsinnsblick auf den Mont Blanc. Wer mal in Chamonix ist: Unbedingt machen!! Im Vergleich zur Schweiz ist die Fahrt billig (62 € pro Person), es ist super organisiert und jeden Cent wert! Die Bilder sprechen fĂŒr sich …. 

Am Nachmittag wollte Steffen noch einmal zum Ort seiner Heldentat Anfang Juli zurĂŒckkehren: zum Col de Galibier! Der Pass liegt 3 Autostunden vom schönen Chamonix entfernt. Musste aber sein. Warum auch immer. Im Vergleich zum Vormittag (Mont Blanc!!!) fand ich die Bergwelt um den Col de Galibier jetzt nicht sooooo beeindruckend, aber ich habs jetzt auch gesehen und der Steffen war happy….

Und das war auch schon der letzte Urlaubstag. Nach einem entspannten FrĂŒhstĂŒck am Mittwoch haben wir uns auf die Heimreise gemacht. Wir wollten so lange fahren, bis wir keine Lust mehr haben und dann noch einen Zwischenstopp einlegen. Aber irgendwie war die Anziehungskraft des eigenen Bettes doch sehr groß, so dass wir bis Berlin durchgefahren sind. So hatten wir jetzt noch ein paar entspannte Tage zu Hause. Alles ist gewaschen, das Auto geputzt und wir haben bei dem tollen Sommerwetter mal unsere Terrasse genießen können…. Und morgen hat uns der normale Wahnsinn wieder!!! 

Text: Christiane Fotos:Steffen (wer nicht selber drauf gekommen ist :-))

Marmotte 2018

…ich wollte immer mal mit meinem lieben Freund Christian ne Radtour machen…leider wohnt er im Saarland und wir in Berlin. Da haben wir gedacht, wir holen mal alle verpassten Radtouren nach…am StĂŒck. Inklusive aller fehlenden Höhenmeter :-). Am Freitag gings nach einem arbeitsbedingten Zwischenstopp in Stuttgart auf nach Frankreich, wir hatten mit unserer Jungstruppe ein hĂŒbsches HĂ€uschen oberhalb von Alpe dÂŽHuez. Kaum angekommen ging es auch schon auf eine kleine 1000Hm “AufwĂ€rmrunde“…glĂŒcklicherweise hatten wir uns gegen die am Schluss der Marmotte zu bewĂ€ltigende Steigung auf Alpe dÂŽHuez entschieden, sonst hĂ€tte ich wahrscheinlich noch schlechter geschlafen… 

Der Samstag stand dann tatsĂ€chlich voll im Zeichen der Erholung…entspanntes FrĂŒhstĂŒck, bisserl am Rad rumschrauben (neue Bremskötze sind zum Beispiel ne gute Idee fĂŒr 5000Hm ;-))…Haben dann einen kleinen Spaziergang mit Seilbahnfahrt auf 3300m gemacht, schon lange her, dass ich mal ne Seilbahn benutzt habe um auf einen Berg zu kommen, aber das war tatsĂ€chlich sehr schön, die Landschaft um Alpe dÂŽHuez herum ist wirklich fantastisch.

Samstag Abend sind dann alle zeitig ins Bett, um 06:50 stand dann die Anfahrt runter zum Start an, dazu gehts erstmal ne halbe Stunde bei gefĂŒhlten 5 Grad den Berg nach Le Bourg-d’Oisans runter. Dann unten erstmal ein bisschen aufwĂ€rmen und dann ging es los auf die 174km. Im Gegensatz zum Velothon geht das alles sehr entspannt zu, da alle wissen dass es gleich 2h bergauf geht. Jeder findet dann irgendwann sein eigenes Tempo, Gruppen gibt es eigentlich nur ab und zu mal auf langen ebenen Geraden und davon gibts  auf der Marmotte nicht viele. Der erste Anstieg geht auf den 1916m hohen Col du Glandon, bis dahin sollte man eigentlich sein Pulver noch nicht verschossen haben, lustigerweise gabs auch hier schon einige Herrschaften, die mit hochrotem Kopf am Berg geklebt haben, ich vermute dass die das Ziel nicht mehr gesehen haben. Gleich an diesem ersten Anstieg bin ich dann auch 2 Dresdnern begegnet…wo Du hinkommst, es ist immer schon ein Sachse vor Dir da ;-). Vom Glandon wird wegen der gefĂ€hrlichen Abfahrt die Zeitmessung gestoppt, sehr vernĂŒnftige Entscheidung der Orga. Auf den Abfahrten sieht man dann auch viele Leute SchlĂ€uche wechseln, wenn man zu lange auf der Felge bremst wird die so heiss dass der Schlauch platzt, kann unangenehm werden… Nach der Abfahrt runter wieder auf 700m ging es dann auf den Col du Telegraph (1561m) und von da dann auf die Traumstrasse zum Galibier (2623m)…das zieht sich etwas… Allerdings war ich da echt noch frisch und hab die Auffahrt wirklich genossen. Nach kurzem Boxenstopp oben gehts dann tatsĂ€chlich etwa 50km bergab, hier ist die Abfahrt auch wirklich relativ ungefĂ€hrlich mit wenig engen Kurven. Das dicke Ende kommt bekanntlich zum Schluss. Von  Le Bourg-d’Oisans muss mann dann nach ca 160km nochmal die 13km mit 1100Hm rauf. Das muss ich sagen hat dann leider nicht mehr so viel Spaß gemacht…bis auf den Kilometer Zieleinlauf, wenn man merkt, man hat es tatsĂ€chlich geschafft 🙂 

Wer sich das ganze mal ansehen will: Strava oder Doarama (3D, Achtung nur auf Rechner mit etwas Power) 

Zusammenfassend muss ich sagen, dieser Ausflug war ein unglaubliches Erlebnis, an dieser Stelle Dank an Christian fĂŒr seine ÜberredungskĂŒnste, an Wolf fĂŒr die Hilfe bei der GetrĂ€nkeversorgung, an AndrĂ© und Robert fĂŒr den Support mit dem Training und vor allem an meine liebe Ehefrau die in der Vorbereitungszeit sehr viel VerstĂ€ndnis und Geduld aufbringen musste…